Problemhunde

Sie haben sich für einen Hund aus dem Tierheim entschieden, aus „zweiter Hand“ übernommen oder aus einer Tötungsstation gerettet?

 

Die meisten Fellnasen zeigen Ihnen dies wahrlich mit absoluter Dankbarkeit. Doch kommt es oftmals vor, dass sich die dankbare Fellnase im Laufe der Zeit zu einem Tyrannen entwickelt und dadurch große Probleme für alle Beteiligten entstehen.

Extreme Ängstlichkeit, Aggressionen gegenüber Menschen und/oder Artgenossen, starke Verlustangst, Unsauberkeit oder Zerstörungswut können Auswirkungen einer nicht gut verlaufenden sozial sensiblen Phase, sowie negativ geprägten Aufwachsens sein. Doch was soll man tun wenn sich die damals hilflose, zerbrechliche Fellnase auf einmal in ein absolutes Problemfellchen verwandelt?

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Viele Menschen fühlen sich hilflos und durch ihren Hund bereits sehr eingeschränkt, sodass oftmals ein normaler Tagesablauf kaum mehr möglich ist. Dazu kommt noch der tägliche Stress in der Arbeit und vielleicht auch das ein oder andere Tief im Privatbereich und schlechte Stimmung, Wut und Ärger sind vorprogrammiert. Gefangen in einer Negativspirale die sich immer mehr und mehr zuzuspitzen droht, können sich manche Menschen gar nicht vorstellen dieses riesengroße Hundeproblem lösen zu können.

In meiner Arbeit habe ich oftmals die Erfahrung gemacht, dass es Menschen oft jahrelang unter komplizierten Umständen mit Problemhunden aushalten, bevor sie sich helfen lassen. Leider gibt es auch immer noch viele Hundebesitzer die sich nicht helfen lassen wollen. Was dann kommt ist meist Stagnation in Kombination einer „Depression“ auf beiden Seiten. Im schlimmsten Fall endet diese negative Phase für den Hund mit „Aussetzen“ oder „Abgeben“. Doch damit ist das Problem noch immer nicht gelöst, denn sollte die Fellnase unbeschadet aus dieser Geschichte gekommen sein, so plagen spätestens die nächsten Besitzer die gleichen Probleme mit dem Tier.

Meiner Meinung nach ist es in jedem Fall ein richtiger Schritt sich Hilfe von einem Fachmann zu holen. Nicht jeder hoffnungslose Fall ist wirklich zum Scheitern verurteilt. Hilfe rufen und annehmen ist in diesen Fall ein richtiger Schritt und zeigt schon von „Veränderung“ die dem einen oder anderen Problemhund zu einem normalen und stresslosen Leben verhelfen könnte!